„O mother, where art thou?“

(Queer-)Feministische Perspektiven auf Mutterschaft und Mütterlichkeit. Buchvorstellung mit den Herausgeberinnen.

präsentiert vom Club der Verschwender*innen in Kooperation mit weiterdenken, dem Frauen*bildungszentrum Dresden und der queerfeministischen Gruppe Rote Bete.

Samstag 20.5.2017 // 19.00 Uhr // Frauen*BildungsZentrum, Oskarstrasse 1, 01219 Dresden

Welche Frau kennt sie nicht, die täglichen Diskussionen über Sorge- und Pflegearbeit? Wer soll sie erledigen und warum meistens die Frau? Begründet wird die Entscheidung häufig mit einer quasi naturgegebenen Veranlagung der Frau für Einfühlungsvermögen, Geduld und emotionale Nähe zu Kindern oder älteren Menschen. Selbst wenn sie beruflich voll eingebunden sind, wird mütterliches Umsorgen von Frauen erwartet. Als ursächlich wird dafür gern die alleinige Fähigkeit zum Gebären und Stillen herangezogen. Diese Zuschreibung von Charaktereigenschaften und weiblich gelesenem Körper gilt es zu entkoppeln. Dennoch bleibt es weiterhin eine feministische Frage, was es bedeutet, eine Mutter zu sein – sowohl biologisch, als auch sozial.

Die Herausgeberinnen des Sammelbands „O mother, where art thou?“ werden anhand der dort erschienenen, sehr verschiedenartigen Artikel ihre Kritik an heteronormativen und misogynen Geschlechterverhältnissen ausdrücken und Verknüpfungen zu früheren Frauenbewegungen und (Widerstands‑)Praktiken aufzeigen. Aktuelle Debatten um Care Work, Reproduktion, queer politics und vertikale, weibliche Beziehungen werden in diesem Band anhand des nur scheinbar veralteten Begriffs der Mutter gebündelt, um ihn als Brennpunkt feministischer Auseinandersetzung zu nutzen.

http://www.dampfboot-verlag.de/shop/artikel/o-mother-where-art-thou-

CdV* präsentiert: Ανοιχτοί λογαριασμοί Unbeglichene Schuld(en)

Dokumentarisches Theaterstück zu dem Massaker der (Waffen-)SS in Distomo und den noch ausstehenden Reparations- und Entschädigungszahlungen an Griechenland.

Freitag, 3. Februar 2017
Stadtteilhaus Dresden – Äußere Neustadt e.V.
Prießnitzstr. 18, 01099 Dresden
Einlass : 19:30 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt frei

Am 10. Juni 1944 überfällt eine deutsche SS-Einheit das griechische Dorf Distomo und ermordet 218 Dorfbewohner*innen. Die Täter werden strafrechtlich nie verfolgt, die umgerechnet 28 Millionen Euro an eingeklagten Entschädigungsansprüchen nie gezahlt.

Das Stück spannt den Bogen vom historischen Ereignis des Überfalls durch die SS, über die hartnäckigen Zahlungsverweigerungen seitens Deutschlands bis zu den juristischen Kämpfen der Überlebenden. Verwendet werden Dokumente, die Zeugnis über die SS- und Wehrmachtsverbrechen in Griechenland ablegen, Auskunft über deutsche Politik in Entschädigungsfragen geben und den Verlauf der langwierigen Prozesse der Entschädigungskläger*innen nachvollziehbar machen. Thematisiert wird außerdem der Umgang Deutschlands mit den Tätern, die ohne Furcht vor Strafverfolgung leben konnten und sich bis in die 1980er Jahre ungehindert öffentlich versammeln durften.

Das Theaterstück richtet sich gegen diese Abwehrstrategien, erinnert an die Opfer deutscher NS-Massaker und solidarisiert sich mit den finanziellen und politischen Forderungen der Überlebenden.

Konzept /Dramaturgie & Produktion:
Sabine Kuhn, Sebastian Wöss

Berlin Team / Darsteller*innen:
Artemis Dourou , Stella Gkrigkovits, Jolika Poulopoulou, Sabine Kuhn, Eleftheria Papadaki, Mascha Brammer, Franziska Drabner, Leo/ni Weyreter, Sebastian Wöss

Athen Produktionsteam:
Organisation & Interviews: Katerina Adamara
Video Art / Dokumentation, Kamera & Montage / Trailer: Dimitra Mitsaki (Fish_Lily Productions)

Dank an:
Museum der Opfer des Nationalsozialismus Distomo, Christos Papanikolaou, Eleni Sfountouri, Tasoula Vervenioti

*präsentiert von gruppe polar und dem Club der Verschwender*innen in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

weitere Infos:
Unbeglichene Schuld(en)
AK Distomo

Verschwende deine Zeit. Buchvorstellung, Film, Diskussion mit Julian Pörksen.

Samstag, 15.10.2016 // kosmotique // martin-luther-str. 13

Buch: Verschwende deine Zeit. Ein Plädoyer.

Die globalisierte Warengesellschaft fordert immer perfekter und schneller funktionierende Produzenten und Konsumenten. Ausgehend von Batailles Ökonomie der Verschwendung argumentiert der Autor für das Konzept einer positiv verstandenen Zeitverschwendung. Mit einem Vorwort von Carl Hegemann. Alexander Verlag Berlin. 3. Auflage

Film: SOMETIMES WE SIT AND THINK AND SOMETIMES WE JUST SIT.

Der 50 Jahre junge Peter zieht aus der Mitte seines Lebens in ein Altenheim, um dort, für den Rest seiner Tage, nichts mehr zu tun. Auf diesen seltsamen Entschluss reagiert seine Umwelt aufgebracht, verzückt und verstört, und beruhigt sich erst, als sie seine heitere Tatenlosigkeit etikettiert, das Rätsel gelöst und „begründet“ hat. Ein Roadmovie ohne Road, in dem ein freiwilliger Senior durch seine Hingabe an die Passivität eine Fülle von Ereignissen auslöst. Kurzfilm, 32min.

Julian Pörksen: geboren 1985, arbeitete an der Berliner Staatsoper und als Assistent für ChristophSchlingensief. Er studierte Geschichte und Philosophie in Berlin und anschließend Dramaturgie in Leipzig. Pörksen arbeitet als freier Dramaturg, Autor und Regisseur u.a. am Staatsschaupiel

Dresden. http://julianpoerksen.de

»Alles wird im Kontext der Produktivität begriffen, jede Handlung nach ihrem Nutzen bewertet, jede Zeitspanne nach ihrem Potential befragt. Die Uhr skandiert dieses utilitaristische Zeitverständnis allerorts, in Bahnhöfen liegen Ratgeber zur Verbesserung des Zeitmanagements aus, eine Vielzahl von Seminaren und Kursen versprechen, Techniken zur Optimierung des Zeithaushalts zu vermitteln. Selbst in den gegenwärtigen Diskursen, die sich um Schnellebigkeit und Entschleunigung, um die Leistungs- und die Müdigkeitsgesellschaft drehen, bleibt das Nützlichkeitsparadigma in aller Regel unangetastet.«

präsentiert vom Club der Verschwender*innen in Kooperation mit Weiterdenken //

Beginn: 20:15 // Eintritt: frei

Verschwendung gewinnt Publikumspreis

beim 7. Berliner Hörspielfestival gewinnt Antje in der Kategorie „kurzes brennendes Mikro“ mit überwältigender Mehrheit den Publikumspreis. Herzlichen Glückwunsch uns und vor allem unserem Gründungsmitglied! Ihr Stück „Verschwendung“ beruht in O-Tönen u.a. auf einem Interview mit dem Club der Verschwender*innen. Es ist hier verlinkt.

Schwarzbuch-der-Lyrik-Tour 2016: Die Prenzlauer Berg Connection springt in die Elbe.

 Buchpräsentation, Diskussion, Noise.

Samstag den 09. April 2016 | veränderbar | Görlitzer Str. 42 Hinterhaus | 20Uhr |

die Initiative linke Kunst und AG Politisches Buch im Club der Verschwender*innen in Kooperation mit weiterdenken

präsentieren:

Prenzlauer Berg Connection

Kristin Schulz [Redaktion Schwarzbuch, Redaktion Abwärts, Leiterin des Heiner Müller Archivs / Transitraum an der HU Berlin, Autorin]

Alexander Krohn [Verleger distillerypress, Begründer der Epidemie der Künste, Begründer der Zeitschrift floppy myriapoda, Autor]

Kai Pohl [Redaktion und Layout Schwarzbuch, Begründer und Durchhalter bei floppy myriapoda, Redaktion und Layout Abwärts a.D., Autor]

Gregor Kunz [Autor, (bildender) Künstler, Mitbegründer der Unabhängigen Schriftsteller-Assoziation, Regierungsmitglied der Bunten Republik Neustadt]

Music

20goto10 [20goto10.net]

Special Guest

Ralph Gabriel [Vizepräsident Epidemie der Künste, Mitherausgeber tortour, Herbert-Steiner-Preisträger, Autor, Kulturwissenschaftler]

Moderation

Andreas Paul [Lyriker, Autor, Hausbesetzer a.D.]

Nachdem das Jahrbuch der Lyrik 2015 damit für Furore gesorgt hatte, weil „sich so gut wie kein politisches, zumindest gesellschaftskritisches Gedicht [darin] findet“ (Heike Kunert in der ZEIT), schien es geboten, ein Druckwerk vorzulegen, das die Vielfalt der Lyrik in einer brisanten Gegenwart anschaulich macht. Herausgekommen ist das Schwarzbuch der Lyrik 2016 mit dem Titel Fünfzigtausend Anschläge. Die Anthologie versammelt 60 Gedichte von 13 Dichterinnen und 26 Dichtern in fünf musikalisch geprägten Kapiteln: Heavy Metal, Rock’n’Roll, Doom Shanties, Blues und Chansons. [Epidemie der Künste [Hg.]:Fünfzigtausend Anschläge. Schwarzbuch der Lyrik 2016. Berlin: Distillery Press 2016 | 16€ | Link zum Verlag

Wo: veränderbar | Görlitzer Straße 42 HiHa | 01099 Dresden

Einlass: 19:30 Uhr | Beginn: 20 Uhr | Eintritt frei! | Veranstalter: IliKu & AG PolBu im CdV  in Kooperation mit weiterdenken der Heinrich-Böll-Stiftung in Sachsen

Einladung zu Workshop und Textseminar

Praxen gegen Austerität, Exklusion und Sozialdarwinismus.


Endlich! Wir freuen uns riesig Euch zum schon lange geplanten Leseseminar einladen zu können. Dazu wird ein thematisch eingeschränkter Open Space zum Zusammenhang von Sparsamkeitsdiktaten, Diskriminierungen und Sozialdarwinismus geschaffen. Der Erstzugriff wird über ein von Euch frei wählbares Schriftstück, vornehmlich von Büchern mit journalistischen, historischen, gesellschaftswissenschaftlichen oder philosophischen Zugang erfolgen. Doch auch Belletristik kann, bei thematischer Fokussierung des Themas, Anlass geben. Take your choice! Im Anschluss werden wir das Gelesene in gemeinsamen Diskussionen verknüpfen. Das Themenspektrum wurde vom Club nicht nur aufgrund der geplanten Verschärfung des Asylrechts und der deutschen Austeritätspolitik, sondern vor allem wegen der sich fortschreibenden Diskriminierung und Exklusion von angeblich unproduktiven Mitgliedern der Gesellschaft gewählt. Das Seminar dient dabei aber vor allem der Vertiefung und Diskussion eigener Inhalte, Perspektiven und Positionen.

Dieses Angebot wendet sich an Arbeitslose, Selbstständige und Angestellte aller Bildungsschichten, die sich über die Dauer von einer Woche (6 Tage) intensiv mit einem Thema auseinandersetzen wollen und können. Die Disziplin zum Selbststudium sowie zum sozial achtsamen Sprechen wird vorausgesetzt. Wir bitten die Teilnehmenden bis zum 10.08.2015 um ihre Vorschläge.

Wir freuen uns über die inhaltliche, methodische und finanzielle Unterstützung der Bürgerinitiative Raschplatz e.V. und der Mitarbeiter des Instituts für Soziologie der TU-Dresden.

Zeit: 17. bis 22. August 2015 (An- und Abreise 16.08./23.08. n.V. mgl.)
Ort: Sparsam ausgestattete, aber schön gelegene Hütte in der Sächsischen Schweiz. Kein Hotel! Selbstversorgung mit einer warmen Mahlzeit tgl. – Lebensmittel werden gestellt.
Kosten: Wir bitten Verdienende um einen (Selbstkosten-)Beitrag von 150€. Geringverdienende und Arbeitslose können vom Seminarbeitrag befreit werden.
Anmeldung: Persönlich bzw. Club-der-Verschwenderinnen/ädd/gmx/pungt/de
Voraussetzung: Einreichen des Lesestoffes für das Selbststudium bis Montag, 10.8.2015.

Aufforderung zur Finanzierung

Dresdens Zwinger, Hof­ oder Frauenkirche, Schloss und Brühlsche Terrasse hätten ohne die verschwenderischen Gesten eines Königs nie entstehen können. Bis in den finanziellen Ruin hinein wurden Repräsentationsbauten entworfen, die heute den Ruf Dresdens nähren. Nutz­- und Wirtschaftlichkeitserwägungen hätten kaum solche überbordenden Bauwerke geschaffen. Die Idee dieser Tradition wollen wir in die Gegenwart tragen und ergebnisoffen bearbeiten – nicht königlich herrschaftlich, sondern demokratisch und von unten soll die verschwenderische Geste wiederholt werden.

Zitiert aus einem verschwendeten Förderantrag. Was ausgesehen hätte, hätte etwa so ausgesehen

Kunstraum Peripherie Coburg

Bitte kontaktiert uns wenn Ihr 20k Euro oder mehr dafür habt.

Workshop 2.0

Name: Willful waste with you. WS II.
Date: Samstag 20.12.2014, 14Uhr
Place: kosmotique, M.-L.-Str. 13
Your Input: around ten minutes, ~10min
Operator: Club der Verschwender_innen ect.
Aim group: Du, your friends and one friend of your friends.
Registration: erbeten bis 18.12.14 an den club-der-verschwender_innen (@gmx.de)

Verschwendung ist ein scharfes Schwert. Die Entwicklung von Schusswaffen hat die Schwertkunst überflüssig gemacht, wie bereits Adorno und Heidegger bedauernd feststellten. Doch der Club der Verschwender_innen steht auf überflüssig! Wir fließen über vor Ideen, Motivation und Begehren die Welt schöner zu machen – für uns, für Euch, für Alle*s. Die schönen Ideen für sich zu behalten aber ist so langweilig wie privatistisch. Niemals hätte die Schwertkunst ohne den kollektiven Austausch im tödlichen Spiele eine Blüte erlebt. Blühen soll das Leben, also müssen wir uns zusammentun um uns an unserer Kunst zu unterscheiden und sie zur Blüte zu treiben. In einem Workshop – wieder. Die Wiederholung wird eine andere sein, sie wird eine Wiederholung sein, die wieder ein Manifest der Verschwendung zum Ziel haben wird, wieder wird etwas entstehen, dass wie kein Zweites sein kann. Dabei öffnen wir Räume: Neben Worten, Strickmustern, Spielen, Denkbewegungen, Performances, Origami und Atmen kann Musik einen Ausdruck von Verschwendung geben. Ja, Musik.* Damit geht an Dich hiermit die herzliche Einladung Dich zu verschwenden. Greif ein mit Beiträgen von etwa zehn Minuten – der Club der Verschwender_innen wird Infrastruktur, Rahmen, Schnittchen und Sekt zur Verfügung stellen. Bitte um Anmeldung bis zum 18.12. an den Club-der-Verschwender_innen (ät) gmx (punkt) de.

* Musik, Verschwendung und Plattendrehen wird an einem extra feministischen Termin besonders fokusiert. Join your brain and your Musiksammlung – und wir hören uns dann im Februar!